Kostenloses Trinkwasser für Kassel
Die Stadt Kassel stellt bis 2027 insgesamt 35 Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet auf. Die Brunnen sind barrierefrei und versorgen Sie in von März bis Oktober mit frischem und sauberem Trinkwasser – kostenlos und auf Knopfdruck!
Das Aufstellen eines Trinkbrunnens dauert im Schnitt bis zur Inbetriebnahme 2 bis 3 Wochen. Die Brunnen wurden und werden an Plätzen und Bereichen mit einem potentiell hohen Trinwasserbedarf aufgestellt. Beispielsweise sollen die Brunnen vor allem in Gebieten, die sich im Sommer besonders aufheizen, aufgestellt werden.
Die Brunnen sollen Menschen, die keinen permanenten Zugang zu Trinkwasser haben, die Möglichkeit geben, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Besucht uns direkt in der Innenstadt am Trinkwasserbrunnen und erfahrt neues über das Kasseler Trinkwasser und den ehrgeizigen Plan, Kassel mit 35 Trinwasserbrunnen auszustatten.
Ihr bekommt Trinkwasser aus dem Brunnen oder aus unserer Trinkwasserbar ganz umsonst aus kompostierbaren Bechern - wenn ihr mögt - auch mit Ahoj-Brause gesüßt und gefärbt. Setzt euch bzw. setzen Sie sich auf unser gemütliches Podest in der "Innenstadtoase" und genießen einen kostenlosen Kaffee.
Wir haben zahlreiche interessante Informationen in toller Atmosphäre zum Trinkwasser für euch / Sie vorbereitet.
Kostenlosen Kaffee, Wasser und Brause, solange der Vorrat reicht
Wann? |
Mittwoch, 09.09.2026, 13-16 Uhr |
Wo? |
Trinkwasserbrunnen am Friedrichsplatz - Nähe Straßenbahnhaltestelle |
Anfahrt:
Zahlen, Daten Fakten zum Trinkwasser / Kritischer Ansatz
Die Illusion des Überflusses
- Der blaue Planet: 71 % der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt.
- Die Realität: 97 % davon sind unbrauchbares Salzwasser.
- Das Nadelöhr: Nur ca. 1 % des weltweiten Wassers ist flüssiges, zugängliches Süßwasser.
- Das Privileg: In Deutschland drehen wir den Hahn auf und erwarten unbegrenzte, keimfreie Qualität.
- Die Kernfrage: Ist diese Versorgungssicherheit in den nächsten Jahrzehnten noch haltbar?
Woher kommt unser Wasser?
- Grundwasser (ca. 70 %): Unser wichtigster Speicher.
- Regenwasser versickert durch Gesteinsschichten.
- Der Boden wirkt als natürlicher, mechanischer und biologischer Filter.
- Oberflächenwasser (ca. 30 %): Aus Talsperren, Seen und Flusswasser.
- Uferfiltrat: Wasser, das nahe an Flüssen aus Brunnen gepumpt wird.
In Kassel:
- 19 Quellen aus zwei großen Quellgebieten im Habichtswald und im Kaufunger Wald
- 17 Tiefbrunnen in Kassel und Simmershausen
- Gewinnung von Uferfiltrat aus der Fulda
- Das Wasser wird in acht Wasserwerken aufbereitet und verteilt
Der ewige Kreislauf:
Verdunstung – Kondensation – Niederschlag – Infiltration (Versickerung). Das Problem: Dieser Kreislauf verliert gerade weltweit sein Gleichgewicht durch den Klimawandel.
Qualität und Regulierung
- Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV): Eines der strengsten Lebensmittelgesetze überhaupt.
- Das Prinzip: Wasser muss so beschaffen sein, dass es ein Leben lang ohne Schaden getrunken werden kann.
- Die Parameter: Strikte Grenzwerte für Mikrobiologie (z. B. E. Coli) und Chemie (z. B. Blei, Nitrat).
- Multibarrieren-System: Schutz der Ressourcen + Aufbereitung im Wasserwerk + sichere Verteilung im Rohrnetz.
Schwerpunkt: Der Klimawandel als Bedrohung
- Das Paradoxon: Klimawandel bedeutet nicht zwingend weniger Regen, sondern anders verteilten Regen. [1]
- Meteorologische Dürren:
- Heißere Sommer erhöhen die Verdunstung aus Böden und Pflanzen.
- Der Boden trocknet aus und wird steinhart
- Das Starkregen-Problem:
- Fällt viel Regen in kurzer Zeit auf ausgetrocknete Böden, fließt er oberflächlich ab.
- Das Wasser füllt die Flüsse (Hochwassergefahr), statt ins Grundwasser einzusickern.
- Sinkende Grundwasserspiegel: Die Neubildungsrate von Grundwasser nimmt in vielen Regionen Deutschlands drastisch ab.
- Qualitätsprobleme durch Hitze:
- Höhere Wassertemperaturen in Seen und Flüssen begünstigen Algenblüten (z.B. Blaualgen).
- Erwärmung des Rohrnetzes im Boden erhöht das Risiko für Keime (Legionellen).
- Nutzungskonflikte: Wenn Wasser knapp wird, wer bekommt es zuerst? Die Landwirtschaft zur Bewässerung, die Industrie zur Kühlung oder die Haushalte?
Lösungsansätze & Der unsichtbare Verbrauch
- Schwammstadt-Konzept: Städte müssen so umgebaut werden, dass Regenwasser vor Ort versickert und gespeichert wird, statt in die Kanalisation zu fließen.
- Fernwasserleitungen: Transport von wasserreichen in wasserarme Regionen.
- Das Konzept des "Virtuellen Wassers":
- Unser direkter Verbrauch (Schnitt: ca. 125 Liter pro Kopf/Tag) ist nur die Spitze des Eisbergs.
- Indirekter Verbrauch: Für die Produktion einer einzigen Jeans werden rund 8.000 Liter Wasser benötigt, für ein Kilo Rindfleisch über 15.000 Liter.
- Konsumüberdenkung: Lokaler und saisonaler Einkauf reduziert den Wasserstress in fernen Exportländern.
Fazit & Ausblick
- Keine Selbstverständlichkeit: Trinkwasser wird durch den Klimawandel vom "billigen Gut" zur strategischen Ressource.
- Infrastruktur anpassen: Wasserwirtschaft muss massiv in Resilienz (Widerstandskraft) investieren.
- Fazit: Wasser zu schützen bedeutet, unser direktes Überleben und unseren Wohlstand zu sichern.
Thema Trinkbrunnen:
Kostenloses Trinkwasser für Kassel
Die Stadt Kassel stellt bis 2027 insgesamt 35 Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet auf. Die Brunnen sind barrierefrei und versorgen Sie in von März bis Oktober mit frischem und sauberem Trinkwasser – kostenlos und auf Knopfdruck! Das Aufstellen der Trinkbrunnen dauert im Schnitt bis zur Inbetriebnahme 2 bis 3 Wochen. Die Brunnen sind an Plätzen und Bereichen mit einem hohen Bedarf aufgestellt. Beispielsweise sollen die Brunnen vor allem in Gebieten, die sich im Sommer besonders aufheizen, aufgestellt werden. Außerdem sollen die Brunnen Menschen, die keinen permanenten Zugang zu Trinkwasser haben, die Möglichkeit geben, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Sind die Brunnen barrierefrei?
Die Trinkbrunnen werden so aufgestellt, dass sie ohne Stufen erreichbar sind. Zusätzlich ist das Modell so gewählt, dass es einen Wasserstrahl gibt, der in Bogenform nach unten fließt. Auf unterschiedlichen Höhen kann das Wasser mit Bechern oder Trinkflaschen entnommen werden, im oberen Bereich kann auch ohne Gefäß direkt daraus getrunken werden. Ausgelöst wird der Wasserstrahl durch einen einmaligen Knopfdruck, dann läuft das Wasser für etwa 20 Sekunden, sodass eine einhändige Bedienung möglich ist. Der Knopf ist auf halber Höhe des Trinkbrunnens angebracht, damit er auch für Kinder oder Personen mit Rollstuhl erreichbar ist.
Darf auch mein Hund von dem Wasser trinken?
Für Ihre Vierbeiner nehmen Sie am besten eine kleine Schale mit. So ist es am einfachsten, etwas Wasser für Ihren Hund abzufüllen und ihn trinken zu lassen. Selbstverständlich dürfen Sie das Wasser auch für Tiere nutzen, denn die Sommerhitze macht nicht nur Menschen zu schaffen. Es sollte aber aus hygienischen Gründen vermieden werden, dass Tiere direkt aus dem Brunnen trinken.
Wieviel kostet ein Brunnen?
Die Anschaffungskosten für einen Brunnen liegen bei ca. 11.000,-- bis 15.000,--
Die aktuellen Trinkbrunnen sind hier zu finden: (Stand 27.08.2026)
- Rathaus (Mitte)
- Friedrichsplatz (Mitte
- Martinsplatz (Mitte)
- Königsplatz (Mitte)
- Spielplatz Gahrenbergstraße (Warteberg)
- Grünfläche am Philippinenhöfer Weg (Warteberg)
- Bürgipark (Wesertor)
- Bleichwiesen, Wegekreuz am Werr (Wesertor)
- Auedamm, Höhe Orangerie (Südstadt)
- Rhönplatz (Helleböhn)
- Mehrgenerationenplatz Agathofstraße (Bettenhausen)
- Wilhelm‐Rohrbach‐Platz (Bad Wilhelmshöhe)
Weitere Trinkbrunnen sind in Planung:
- Brüder‐Grimm‐Platz (Mitte)
- Park an der Schleuse (Unterneustadt)
- Nordstadtstadion/Struthbachweg (Nord‐Holland)
- Skate‐ und Parkourpark Schützenstraße (Wesertor)
- Spielplatz Schwarzwaldweg (Helleböhn)
- Ernst‐Leinius‐Schule (Kirchditmold)
- Spielplatz Goetheanlage (Vorderer Westen)
- Spielplatz Jahnstraße (Unterneustadt)
- Spielplatz Motzberg, „Grüne Banane“ (Vorderer Westen)